Bürgerbus über Grenzen Cellesche Zeitung vom. 28.08.2013

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Bürgerbusse über Grenzen

Neues Angebot in Faßberg verbindet Kreise und Gemeinden

 

Schon bisher füllen die Bürgerbusse die Angebotslücken, die die Ce Bus nicht besetzen kann. In Faßberg sollen jetzt erstmals Fahrten angeboten werden, die sowohl Gemeinden als auch Heidekreis und Landkreis Celle verbinden. Die Verantwortlichen wünschen
sich noch mehr-Freiheit  bei den Routen.

 

CELLE. Mit einigen Widerständen hatte der Bürgerbus in Winsen zu kämpfen, als die Verantwortlichen 2003 an den Start gingen. Doch über die Jahre hat sich das Angebot immer mehr entwickelt. Inzwischen gibt es kaum noch eine Kommune, die kein solches

Angebot hat oder vorbereitet und jetzt geht
der Bürgerbusverein in Faßberg den nächsten Schritt: Verbindungen über die Gemeinde- und sogar Kreisgrenze.

Wie das Vorstandsmitglied Frank Bröhl berichtet, sind die zukünftigen Fahrtrouten inzwischen ausgearbeitet. Sie sollen sowohl nach Munster als auch nach Unterlüß führen. Zudem ist vorgesehen, sich mit den Kollegen aus Hermannsburg . und Unterlüß abzustimmen, so dass es in Müden einen Übergabepunkt gibt.

"Da auch der Hermannsburger Bürgerbusverein derzeit eine Streckenplanung vornimmt, haben wir uns kurz entschlossen zusammengesetzt und beraten, ob gleiche Vorstellungen bei der Routenführung vorliegen. Das gemeinsame Ziel ist, auf diesem Weg eine bessere Vernetzung
und Ressourcennutzung zwischen den Gemeinden zu erreichen", sagt das Faßberger Vorstandsmitglied Frank Bröhl.

Auch der Vorsitzende des Hermannsburger Bürgerbusvereins lobt die neue Zusammenarbeit, die den Bürgern aus den Gemeinden. abseits des Schülerverkehrs mehr Flexibilität verschafft, um zum Beispiel mal nach Hermannsburg und Faßberg zu kommen

Diese Vernetzung, vor allem aber auch die Fahrt ins benachbarte Munster über die Kreisgrenze hinweg ist neu, denn bisher arbeiten die Bürgerbusse eher nach dem Prinzip, die kleinen Orte in einer Gemeinde mit dem Grundzentrum zu verbinden, die von der CeBus abseits des Schülerverkehrs kaum bis gar nicht besetzt werden. In Winsen gibt es inzwischen Überlegungen, zumindest eine Vernetzung mit der Nachbargemeinde Wietze hinzubekommen. "Wir überlegen, einen Anknüpfungspunkt  in Jeversen zu schaffen, so dass die Leute auch mal nach Wietze kommen", sagt Julius H. Krizsan, Vorsitzender des Bürgerbusvereins in Winsen. Auch Bergen und Lohheide arbeiten zusammen, genauso wie Unterlüß und Hermannsburg.

Krizsan und auch den anderen Verantwortlichen der Bürgerbusse ist die enge Anbindung an den Konzessionsnehmer CeBus inzwischen zu viel und sie würden gerne freier agieren. "Wir passen gar nicht richtig in diese Bestimmungen rein", meint der Winser Vorsitzende. Auch Bernd Eschment aus Hermannsburg könnte sich ein lockereres Agieren ohne enge Abstimmung der Fahrpläne und -preise mit der CeBus gut vorstellen. "Wir wären einfach flexibler auch was die Tarife angeht", meint er.

Der Erste Kreisrat Matthias Krüger verweist allerdings auf die Gesetzeslage, die dem Kreis da bisher keinen Spielraum lässt. Auch die Neuausschreibung der Konzessionen
kann keine Erweiterung des Spielraumes bringen, weil die Bürgerbusse Teil des ÖPNV sind.

"Wir wollen aber in der Neuausschreibung auf jeden Fall sicherstellen, dass die Bürgerbusse

weiter in unserem Landkreis fahren können", sagt Krüger. Und wahrscheinlich werden die kleinen Busunternehmen mit den Jahren wohl weiter wachsen und damit Angebotslücken füllen.

Tore Harmening

 

   
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