Berger vor Bürgerbusvereins-Gründung Cellesche Zeitung vom 19.2.2013

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Berger vor Bürgerbusvereins-Gründung

Julius Krizsan aus Winsen berichtete von durchweg positiven Erfahrungen in Winsen.
Er bot Bergen seine Hilfe an.

BERGEN. Wie können die Lücken im Netz des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) im Stadtgebiet Bergen geschlossen werden? Bringt eventuell ein Bürgerbus die Lösung? Das waren die Kernfragen, um die es am Donnerstagabend bei einer Informationsveranstaltung im Berger Stadthaus ging. Nahezu 40 Bürger hatten sich eingefunden. Der Leiter des Bergener Ordnungsamtes Frank Heins referierte' über das Thema Bürgerbus.Er ist gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Julia Messner von der Stadt beauftragt worden, die mögliche Gründung eines Bürgerbus-Vereins, den es in mehreren Gemeinden des Landkreises bereits gibt, vorzubereiten.

"Ich habe selbst Interesse daran" , sagte Heins vorab und nannte zunächst Fakten. Rund 7000 Einwohner Bergens leben in den Orts teilen, Bergen erstreckt sich über 20 Kilometer in der Nord-Süd-Ausrichtung. Der angebotene öffentliche Personennahverkehr könnte hier nicht wirtschaftlich arbeiten, so Heins. Ein Bürgerbus erlaube eine verbesserte Verkehrsanbindung besonders der östlichen Ortsteile Sülze, Eversen und Diesten.

Aus seinen Erfahrungen berichtete Julius Krizsan ausWinsen. Der Vorsitzende des dortigen Bürgerbusvereins beschrieb die Entwicklung durchweg positiv. Hatte vorher Sülzes Ortsbürgermeister Michael Buhr vermutet, dass die Frage nach den ehrenamtlich tätigen Busfahrern wahrscheinlich ein Problem darstellen würde, so konnte Krizsan darlegen, dass auf diesem Sektor "keinerlei Schwierigkeiten" zu erwarten sind. In Winsen gibt es mehr Fahrer als unbedingt nötig, zumal der Landkreis die Erlangung der notwendigen Lizenzen unterstützt. "Fangen Sie einfach an", rief Krizsan den Anwesenden zu und bot Hilfe an. Die sagte ebenfalls Bergens Stadtoberhaupt Rainer Prokop zu. "Der Bürgerbusverein kann eine gute Sache werden", meinte er und versprach: "Die Stadt steht dahinter".

Nach gut anderthalb Stunden fanden sich gleich mehrere Bürger bereit, aktiv in einem Bürgerbus- Verein mitzuarbeiten. Dessen Gründung wird nun zügig vorbereitet. Anfang März könne er dann zu der Vereinsgründungsversammlung einladen, schätzte Frank Heins. Er äußerte sich zufrieden mit der Resonanz an dem Abend. (gen)

 

   
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